Was macht der Autopilot im Flugzeug?

Am Flughafen Leipzig parken und dann sicher fliegen! Mit dem Autopilot im Flugzeug??? Der Frage gehen wir nach…

Über den Autopiloten im Flugzeug gibt es viele Gerüchte. In zahlreichen Action-Filmen wird er als Alleskönner und Lebensretter aus nahezu jeder misslichen Lage dargestellt. Aber was kann ein Autopilot im wirklichen Leben? Kann er ein Flugzeug ganz alleine landen, eventuell sogar sicherer als der Pilot selbst? Könnte der Autopilot uns auch ohne Piloten von A nach B fliegen? Brauchen wir dann Piloten überhaupt noch?

Generell handelt es sich beim Autopiloten zunächst einmal um eine Steuerungsanlage, in der Regel ein Computer, die in der Lage ist jegliche Fortbewegungsmittel wie Autos, Schiffe, Züge oder eben Flugzeuge auf Wunsch automatisch zu steuern. Autopiloten gibt es seit Beginn des 20. Jahrhunderts und wurden zuerst in der Schifffahrt eingesetzt und erlaubten es Schiffe ohne Einwirken von Menschen stabil auf Kurs zu halten. 1914 wurde der erste Autopilot für Flugzeuge vorstellt. Seit dem hat sich natürlich viel getan. Das was ein Laie als Autopilot bezeichnen würde, ist eigentliche eine Vielzahl komplexer, unabhängig voneinander agierender Systeme, von denen nur eines tatsächlich auch Autopilot heißt.

Eingesetzt werden diese Systeme in erster Linie um die Piloten zu entlasten. Die Fülle an Informationen, die während eines Fluges verarbeitet werden müssen, können einen Menschen schnell überlasten und ihn von Problemen oder plötzlich auftretenden Notsituationen ablenken. Der Autopilot übernimmt also häufig nach dem Start das “einfache Fliegen”, sprich es hält das Flugzeug bei konstanter Geschwindigkeit auf der gleichen Höhe. Dazu müssen zum Beispiel der Anstellwinkel und der Schubbedarf bzw. der Antrieb kontrolliert werden. Je steiler der Anstellwinkel und je größer die Schubkraft, desto höher steigt ein Flugzeug. Um es auf konstanter Höhe zu halten, müssen sie genau aufeinander abgestimmt sein. Da das Flugzeug aber durch den Kerosinverbrauch während des Fluges an Gewicht verliert, müssen diese Faktoren ständig angepasst werden. Auch Böen, die Windgeschwindigkeit und anderen Einwirkungen von außen machen immer wieder Anpassungen notwendig. Die Daten erhält der Autopilot von zahlreichen Sensoren, die anschließend vom Computer ausgewertet werden, der dann die entsprechende Justierung auslöst. All dies geschieht in Sekundenschnelle.

Die Piloten können sich also dank Autopilot darauf konzentrieren das Wetter genau zu beobachten, den Funkverkehr mithören und sicher stellen, dass alle Instrumente einwandfrei funktionieren anstatt ständig mit kleinen Anpassungen des Winkels oder des Antriebs beschäftigt zu sein. Sollte sich eine Situation problematisch entwicklen, ein Instrument ausfallen oder das Wetter zu extrem werden, können sie jederzeit flexibel eingreifen und entweder selbst lenken oder den Autopiloten beispielsweise auf eine neue Flughöhe einstellen.

Könnte der Autopilot ein Flugzeug denn nun auch alleine landen? Ja, unter gewissen Bedingungen ist dies möglich und wird vor allem bei schlechter Sicht aufgrund starken Nebels auch häufig eingesetzt. Allerdings ist dies mit mehr Aufwand verbunden als eine manuelle Landung durch den Piloten. Zunächst einmal muss das Flugzeug mit der notwendigen, umfangreichen Technik an Board ausgestattet sein und auch der Flughafen muss darauf vorbereitet und über entsprechende Lande-Systeme verfügen, die das Flugzeug mit Daten versorgt. Nicht zuletzt muss auch die Besatzung speziell geschult sein, um den Autopiloten auch richtig einstellen zu können. Daher werden nach wie vor noch ca. 90% alle Landungen vom Piloten selbst durchgeführt.

Bei schwierigen Wetterbedingungen wie starkem Wind, Regen oder Schneefall kann der Autopilot auch gar nicht alle Eventualitäten abdecken und es kann nur der Pilot selbst landen. Starten können Passagierflugzeuge übrigens alle nicht automatisch. Da der technische Aufwand genau wie bei der Landung extrem hoch wäre, lässt man diese Funktion bewusst weg. Der Start ist schließlich optional, eine Landung leider nicht.

Computer reagieren zwar deutlich schneller als Menschen, dennoch sind und bleiben Piloten ihnen zumindest in Flexibilität und Kreativität überlegen. Den meisten Passagieren gibt es auch wahrscheinlich ein sichereres Gefühl, zu wissen, dass ein ausgebildeter Pilot an Board ist, der in Notsituationen eingreifen kann. Und auch wenn unbemannte Flugzeuge heute schon Realität sind, hat bisher noch keine Passagier-Airline den Schritt gewagt voll automatische Flugzeuge einzusetzen.

Sie sehen, man kann den Autopiloten ruhig vertrauen. Sie geben dem Kapitän mehr Sicherheit und im Notfall kann ein Autopilot die schnellere Entscheidung treffen.

Ihr Team vom Parkplatz am Flughafen Leipzig

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